Es sind meist Gelegenheiten, wie ein runder Geburtstag, oder wenn die ersten Falten im Gesicht oder Schmerzen auftauchen, an denen das Thema Anti-Aging & Zellgesundheit zum ersten Mal aufploppt!

Wir überdenken unsere Gewohnheiten – zumindest in der Theorie – und sind auf einmal viel empfänglicher für den ein oder anderen Werbespot, der wir bisher gekonnt ignoriert haben. Die günstige Creme vom Discounter – „ach, die tut’s doch“ – wird gegen eine Kosmetikserie mit Kollagen, Hyaluron und Elastin ersetzt, um unsere Gesichtsfalten zu glätten.

Immer öfter zieren Sportbandagen unsere Knie- oder Ellenbogengelenke. Und mit Gelenkschmerzen gehen wir natürlich zum Arzt. Der hat das ja studiert, und natürlich macht er uns gesund! Willkommen in der Welt des Anti-Aging, der Arthrose-Prophylaxe & Co.!

Altern wir unterschiedlich schnell?

Manche Menschen sehen wie 60 aus, sind aber gerade erst 50 geworden, wohingegen andere wie 45 aussehen, aber schon 57 sind.

Bei vielen Menschen ist das biologische Alter nämlich nur eine Zahl. Das wahre Zeichen der biologischen Alterung ist die Gesundheit unserer Zellen.

Unsere Körperzellen sind die kleinsten, selbstständig lebenden Einheiten und Grundbausteine unseres Organismus. Ihr Begriff ist vom lateinischen cellula abgeleitet, was so viel bedeutet wie „kleine Kammer“. Die Angaben gehen zwar etwas auseinander, aber man schätzt, dass der Mensch aus ca. 35 bis 80 Billionen Zellen besteht.1 Ganz egal, wie viele es nun wirklich sind, auf jeden Fall eine Zahl mit 12 Nullen! Und das macht deutlich, wie viel Leben in unserem Körper steckt.

Mehr als 200 Zellarten

Unvorstellbar, dass sich unser Körper aus mehr als 200 unterschiedlichen Zellarten zusammensetzt, wie zum Beispiel:

  • Rote und weiße Blutzellen (Erythrozyten & Leukozyten)
  • Blutplättchen (Thrombozyten)
  • Nervenzellen (Neurone)
  • Muskelzellen (Myozyten)
  • Hautzellen (Keratinozyten)
  • Knorpelzellen (Chondrozyten)
  • Knochenzellen (Osteoklasten, Osteoblasten, Osteozyten und Deckzellen)
  • Keimzellen bzw. Geschlechtszellen (Gameten)
  • Fettzellen (Adipozyten) -> okay auf die könnten wir verzichten!
  • und viele, viele mehr…

Die Workaholics in uns

Jede einzelne unserer Zellen bewältigt jeden Tag ein unfassbares Arbeitspensum. Um diesen Kraftakt zu stemmen, benötigen sie ausreichend Kraftstoff – das so genannte Adenosintriphosphat oder kurz ATP genannt. Außerdem müssen sie ausreichend mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt werden.

Neben der Erfüllung ihrer lebenswichtigen Grundfunktionen– nämlich Stoffwechsel, Wachstum, Bewegung, Vermehrung und Vererbung – können unsere Zellen auch Reize von außen aufnehmen und darauf reagieren. Sie können sogar untereinander reagieren, und manche Zellen können Stoffe aufnehmen und Stoffe absondern.

Folglich können wir unsere Zellen aktiv unterstützen, zum Beispiel durch gesunde Gewohnheiten, ausreichend Bewegung, und indem wir wertvolle Regenerations-prozesse wie beispielsweise die Autophagie aktivieren, aber dazu später mehr…

Um zu verstehen, wie gelebtes Anti-Aging funktionieren kann, machen wir zunächst einen kurzen Ausflug in die Anatomie der Zelle – versprochen, nur einen kurzen!

Déjà-vu zum Biounterricht oder keinen Plan mehr?

So unterschiedlich wir Lebewesen sind, so unterschiedlich sind auch die mehr als 200 Zellarten in unserem Körper. Manche Zellen können sich bewegen, manche wachsen nicht, und wieder andere haben keinen Zellkern.

Je nach Funktion unterscheiden sie sich auch in ihrer Form: manche sind lang und spindelförmig, andere eher rund ober kubisch und wieder andere ganz platt. Jede Zelle hat ihren eigenen Zellhaushalt. Sie kann wachsen, Proteine bilden (man spricht hier von Proteinbiosynthese) und sich durch Teilung vermehren. (Fast) alle Zellen bestehen aus der Zellmembran, dem Zellplasma und den Zellorganellen, also den „Bauteilen“ der Zelle. Die Zellwand schließt die Zelle ein; man bezeichnet sie auch als Plasmamembran. Sie ist die äußere Abgrenzung der Zelle und sorgt dafür, dass die Zelle ein abgeschlossener Raum ist und nur das rein und raus kann, was die Zelle tatsächlich braucht.

Das Zellplasma befindet sich in der Zelle; man bezeichnet es auch als Zytoplasma. Das Zellplasma ist die Flüssigkeit, die die Bausteine der Zelle (die so genannten Zellorganellen) umgibt. Neben Wasser enthält das Zellplasma eine Reihe anderer Bestandteile, wie z. Bsp. Proteine, Lipide sowie organische und anorganische Moleküle.

Das größte Zellorganell ist der Zellkern (Nucleus). Er enthält die Erbinformationen des Organismus, die Desoxyribonukleinsäure oder kurz DNS. Man bezeichnet ihn auch als Steuerzentrale der Zelle, weil in ihm die Stoffwechselprozesse der Zelle gesteuert werden. Die Mitochondrien sind die Kraftwerke unserer Zellen und haben ihre eigene DNS (die mtDNS). In ihnen findet die Zellatmung statt, bei der Fette und Kohlenhydrate verbrannt und Energie in Form von ATP für den Körper erzeugt wird. Außerdem gibt es noch das endoplasmatische Retikulum (ER), den Golgi-Apparat, Ribosomen und viele mehr…


Heißt es eigentlich DNA oder DNS?

Vielleicht habt Ihr Euch schon einmal gefragt, warum man manchmal von DNA und manchmal von DNS spricht?

Das liegt einfach daran, dass wir auch im deutschsprachigen Raum häufig die englische Abkürzung DNA verwenden, und das „A“ am Schluss steht für Acid = Säure.

Im Deutschen heißt es korrekt DNS (Desoxyribonukleinsäure).


Mitochondrien – die Kraftwerke unserer Zellen

Aktuell sind sie in aller Munde, die Mitochondrien. Aber wieso nennt man sie eigentlich so? Ihren Alias „Kraftwerke“ haben die Mitochondrien deshalb, weil sie den größten Teil der Energie produzieren, die unser Körper benötigt. Ein gesunder Erwachsener stellt jeden Tag etwa 75 kg Energie in Form von ATP her! Ungefähr 5-6 kg davon werden allein vom Gehirn verbraucht.

Die meisten unserer Zellen haben Mitochondrien, und manche Zellen haben mehr Mitochondrien als andere. Die meisten Mitochondrien haben wir z. Bsp. im Gehirn, im Herz, in den Nieren, in der Leber, in den Skelettmuskeln und in der Netzhaut des Auges. Diese Organe benötigen nämlich besonders viel Energie, um reibungslos zu funktionieren. Neben ihrer Funktion als Energielieferant spielen Mitochondrien eine entscheidende Rolle im Immunsystem, z. Bsp. um Infektionen zu bekämpfen.

Und was sind Stammzellen?

Vor ihrer Spezialisierung bezeichnet man unsere Zellen als Stammzellen. Sie sind quasi die Vorläufer aller Körperzellen. Sie können eine Kopie von sich selbst erschaffen, indem sie sich teilen. So entstehen immer neue Zellen, die sich später zu einer der ca. 200 Zellarten entwickeln und ihre Funktion erfüllen oder ein spezialisiertes Gewebe bilden. Das waren die wichtigsten Grundlagen, um zu verstehen, warum es so wichtig ist, dass es unseren Körperzellen gut geht.

Wie alt sind unsere Zellen eigentlich?

In der Natur – und somit auch im menschlichen Körper – gibt es keinen Stillstand. In einem ständigen Kreislauf werden neue Zellen produziert, die sich teilen, wieder teilen und wachsen, bis sie früher oder später absterben. Pro Sekunde sterben rund 50 Millionen unserer Zellen ab, und zur gleichen Zeit werden fast genauso viele neue gebildet. Unser Körper repariert und erneuert sich permanent selbst, ohne dass wir es wahrnehmen. Wir bemerken höchstens mal ein paar abfallende Hautschüppchen.

Man sagt zwar, dass sich die menschlichen Zellen alle 7 Jahre komplett erneuern, das ist aber nur teilweise richtig. Ein Forscherteam des Karolinska Instituts in Stockholm unter der Leitung von Jonas Frisén hat herausgefunden, dass sich unser Körper unterschiedlich schnell erneuert. Unsere Gewebearten haben ihre eigene Geschwindigkeit bei der Erneuerung. Das ist auch auf die Belastung zurückzuführen, denen die jeweiligen Zellen ausgesetzt sind.

Hautzellen erneuern sich beispielsweise etwa alle zwei Wochen. Rote Blutzellen, die sich ständig auf der Reise durch den Blutkreislauf befinden, erneuern sich ungefähr alle vier Monate. Unsere Leberzellen erneuern sich ungefähr alle 300 bis 500 Tage, und unsere Muskel- oder Magenzellen leben im Schnitt 15 Jahre. Unsere Skelettzellen werden sogar etwas älter als zehn Jahre, und die Zellen der Rippenmuskeln sogar durchschnittlich 15,1 Jahre alt. Bestimmte Gehirnzellen sind sogar als genauso alt wie der Mensch selbst und scheinen sich nicht oder noch seltener zu erneuern.

Der Wissenschaftler schätzt das Durchschnittsalter einer Zelle beim Erwachsenen auf nur 7 bis 10 Jahren.2

Ab 30 geht’s bergab!

Mit zunehmendem Alter können Zellschäden nicht mehr so schnell repariert werden. Hormonelle Veränderungen wie die Wechseljahre spielen ebenfalls eine große Rolle, und Anti-Aging wird spätestens jetzt zum echten Thema. Je nachdem, welche Zellen besonders vom natürlichen biologischen Alterungsprozess betroffen sind, kann dies viele unterschiedliche Auswirkungen haben.

Unsere Haut

Sind beispielsweise unsere Hautzellen betroffen, kommt es zur Hautalterung. Wir merken das daran, dass unsere Haut dann nicht mehr so gut Feuchtigkeit speichern kann. Außerdem wird sie zunehmend schlaff, was vor allem daran liegt, dass sie an Kollagen und Elastin verliert. Wir bekommen Falten, die sich allmählich vertiefen, und/oder können Hauterkrankungen entwickeln, wie z. Bsp. Neurodermitis, Akne und Psoriasis (Schuppenflechte).

Oder wir leiden zunehmend unter Haarausfall (der Fachbegriff hierfür lautet Alopezie), der auch zu den Erkrankungen der Haut gehört. Männer sind übrigens häufiger von Haarausfall betroffen als Frauen. Bei Frauen kommt es eher zu kreisrundem Haarausfall, wohingegen der Haarausfall bei Männern am häufigsten an den Schläfen beginnt. Die so genannten Geheimratsecken entstehen und breiten sich (je nach Veranlagung) zunehmend aus.

Unsere Knochen und Knorpel

Sind hingegen unsere Knorpel- oder Knochenzellen betroffen, kann dies zu Gelenkschmerzen und/oder zur Degeneration des Gelenkknorpels führen. Man spricht dann von Arthrose bzw. bei der entzündlichen Form von Arthritis. Natürlich spielen auch hormonelle Veränderungen wie die Wechseljahre eine große Rolle. Hier kommt es ebenfalls zu einer verlangsamten Zellerneuerung sowie einer abnehmenden Regenerationsfähigkeit und Feuchtigkeitsversorgung sowie der Verlust von Kollagen und Elastin in der Haut.

WIE altern wir – also was passiert, wenn wir altern?

An unseren linearen Chromosomen befinden sich schützende Enden, die man als Telomere bezeichnet.

Ihre wichtigste Funktion ist es, die Integrität und Stabilität der Chromosomen zu bewahren. Sie schützen unsere DNS vor Abbau durch Enzyme und verhindern den Austausch von genetischem Material mit anderen Chromosomen. Bei jeder Zellteilung verkürzen sich die Telomere um wenige Sequenzeinheiten. Sobald sie eine kritische Länge erreicht haben, stellen die Zellen ihre Teilungsaktivität ein und gehen in einen Ruhezustand oder sterben den programmierten Zelltod (man spricht hier von Apoptose).

Man nimmt an, dass zu viele kritisch kurze Telomere eine primäre molekulare Ursache für den Alterungsprozess und altersbedingte Krankheiten sind, wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Typ-2-Diabetes, neurodegenerative Erkrankungen etc. Die Länge der Telomere gilt daher als Anzeichen für die „Abnutzung“ unseres Organismus, und man nennt sie auch die Biomarker des Alterns. 3

Neben dem natürlichen Alterungsprozess gibt es aber noch eine Reihe weiterer Faktoren, die unsere Zellen (vorzeitig) altern lassen, wie z. Bsp. oxidativer Stress, UV-Strahlung, Zigaretten- und Alkoholkonsum, verschiedene Schadstoffe etc.

Was ist der Unterschied zwischen freien Radikalen und oxidativem Stress?

Freie Radikale sind natürliche Stoffwechselprodukte, die bei allen Stoffwechselvorgängen in unserem Körper entstehen, an denen Sauerstoff beteiligt ist. Wenn ein sauerstoffhaltiges Molekül auseinanderbricht, fehlt plötzlich ein negativ geladenes Teilchen (Elektron), und das Molekül wird instabil.

Um sich zu stabilisieren, entzieht es das fehlende Elektron anderen Molekülen und schädigt sie somit ebenfalls. In einer Kettenrektion vermehren sich die freien Radikale kontinuierlich. Der so genannte oxidative Stress entsteht, der unsere Zellen dauerhaft schädigen kann.

Man weiß heute, dass eine hohe Anzahl an freien Radikalen den Alterungsprozess beschleunigen und an der Entstehung vieler chronischer Erkrankungen beteiligt sein kann, wie z. Bsp. Arteriosklerose, Herzinfarkt, Schlaganfall, Arthritis oder Krebs.

Effektives Anti-Aging & Zellschutz durch Antioxidantien

Unser Körper hat eine Reihe von Abwehrmechanismen, um diese freien Radikale abzufangen. Ein solcher Abwehrmechanismus sind Antioxidantien, die man auch als Radikalfänger bezeichnet. Diese Schutzstoffe können eine möglicherweise schädigende Oxidation von Zellstrukturen verhindern, indem sie besonders aggressive chemische Verbindungen neutralisieren.

Obst und Gemüse bieten ebenfalls ein breites Spektrum an Antioxidantien und somit einen tollen Anti-Aging Effekt: Vitamin C und E, Selen, sekundäre Pflanzenstoffe wie Beta-Carotin, Chlorophyll (in Spinat, Salat, Spirulina), OPC, Lykopin (in Tomaten), Flavonoide (in Gojibeeren), um nur ein paar zu nennen.

Aktives Anti-Aging

Auf zellulärer Ebene können wir die biologische Uhr durch eine Reihe von Maßnahmen quasi zurückdrehen! Unser Lebensstil hat einen sehr großen Einfluss auf die Zellerneuerung – und zwar sowohl positiv als auch negativ!

So kann Stress den Prozess der Zellalterung beschleunigen, während Sport diesen Prozess verlangsamt. Wir können unsere Zellen aktiv unterstützen, zum Beispiel indem wir gesunde Gewohnheiten entwickeln, uns ausreichend bewegen und wertvolle Regenerationsprozesse wie beispielsweise die Autophagie aktivieren.

Zudem können wir einige der zellschädigenden Faktoren reduzieren, wie z. Bsp. UV-Strahlung, ungesunde Ernährung, Konsum von Nikotin & Alkohol etc. Ein Forscherteam aus Michigan/USA, zeigte 2020 einen Zusammenhang zwischen einer gesunden Ernährung (am Beispiel der mediterranen Ernährung) und der Länge der Telomere in Blutzellen.

Die Wissenschaftler schlussfolgern, dass – in Anbetracht der Tatsache, dass die biologische Alterung zum Teil durch die Verkürzung der Telomere verursacht wird – ein gesundes Ernährungsmusters dazu dienen könne, zahlreichen altersbedingten Krankheiten entgegenzuwirken, da diese der Verkürzung der Telomere entgegenwirken.4

Was brauchen unsere Zellen noch, um topfit zu bleiben?

Jeder Nährstoffmangel hat einen Einfluss auf die Funktion der jeweiligen Zellen und boykottiert quasi unsere Anti-Aging Maßnahmen.

Wie wir zu Beginn des Blogs gehört haben, können manche Zellen Stoffe aufnehmen und manche Zellen Stoffe absondern. Eine ausreichende Versorgung mit allen benötigten Nährstoffen bis hin zur Sauerstoffzufuhr ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass unsere Zellen gesund sind.

Und nur wenn sich die Zellen selbst gut regulieren können, sind wir gesund und vital. In Zeiten, in denen unser körpereigener Schutz mit zu vielen freien Radikalen überfordert ist, können wir ihn beispielsweise mit Zink und Selen sowie Vitamin C, E und B2 unterstützen. Sie tragen dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen. Die antioxidative Wirkung des Vitamin C kennen wir z. Bsp. vom Apfel, den wir mit Zitrone beträufeln, damit er nicht braun anläuft (= oxidiert).

Autophagie – unser körpereigenes Recycling- und Anti-Aging-Programm

Darüber hinaus können wir einen der wichtigsten Prozesse der Zellerneuerung für uns nutzen, die so genannte Autophagie oder Autophagozytose. Der Begriff stammt aus dem Altgriechischen, und autóphagos bedeutet so viel wie „sich selbst verzehrend“.

Dieses Phänomen wurde erstmals in den 1960er Jahren beschrieben, aber viele Jahre lang nicht wirklich beachtet. Bis der japanische Zellbiologe Yoshinori Ohsumi 2016 für seine Forschungen und Entdeckungen zur Autophagie (oder wie sie korrekt heißt, zur Autophagozytose) den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin erhielt.

In der Begründung des Nobelpreis-Komitees heißt es „Die Arbeit von Yoshinori Ohsumi hat das Verständnis dieses lebenswichtigen, zellulären Prozesses dramatisch verändert“. Bei der Autophagie werden zelluläre Bestandteile in Organellen (den so genannten Autophagosomen) eingeschlossen und dann abtransportiert und abgebaut oder für andere Zwecke wiederverwendet. Dies kommt häufig während einer Hungersnot ins Spiel und ermöglicht den Zellen Perioden der Entbehrung zu überleben.5

Die Zelle ist dadurch vom Müll befreit und gereinigt und somit wieder gesünder und leistungsfähiger. Diese Entsorgung von zellulärem Müll spielt aber nicht nur eine wichtige Rolle für die allgemeine Gesunderhaltung der Zelle, sondern sorgt bei einer Infektion mit Bakterien oder Viren auch dafür, dass die Erreger abgebaut und beseitigt werden.

Und der tolle Nebeneffekt

Außerdem können wir diesen Effekt wunderbar für eine regulierte Nahrungszufuhr nutzen. Denn je länger wir unsere Nahrungsaufnahme unterbrechen, umso mehr wird dieser Selbstreinigungsmechanismus unserer Zellen gefördert und umso gesünder bleiben sie (Stichwort Intervallfasten).

Aussagen wie „Anti-Aging ist doch Quatsch“ und „Es ist wie es ist, an meinen Zellen kann ich eh nichts ändern“ sind also nur ein weitverbreiteter Irrglaube. Wir haben sehr wohl Einfluss auf unsere Zellen und ihren/unseren Alterungsprozess!

Happy cells, happy life ❤️


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Quellen

1 Bianconi E, Piovesan A, Facchin F et al. An estimation of the number of cells in the human body, Annals of Human Biology, 40:6, 463-471, DOI: 10.3109/03014460.2013.807878
2 Frisén J et al. Neue Methode zur Altersermittlung menschlicher Zellen belegt: Die meisten Zellen sind jünger als der Mensch. Cordis. European Union, 2022. https://cordis.europa.eu/article/id/24286-life-span-of-human-cells-defined-most-cells-are-younger-than-the-individual/de
3 Sudowe S. Telomere – Biomarker des Alterns. Fachinformation FIN0127. August 2018
4 Leung C, Canudas S, Becerra-Tomas N et al. Mediterranean Diet and Telomere Length: A Systematic Review and Meta-Analysis. Advances in Nutrition. 2020-11-16. Journal article. DOI: 10.1093/advances/nmaa079
5 Ohsumi Y. Autophagy from beginning to end. People & Ideas. The Journal of Cell Biology. http://rupress.org/jcb/article-pdf/197/2/164/1355242/jcb_1972pi.pdf

Wenn wir in die Wechseljahre kommen, verändert sich unser Körper langsam immer mehr.

Eines der Symptome, das uns am meisten Sorgen bereitet, ist, dass unsere Haare dünner werden und vermehrt ausfallen. Und Haarausfall gehört tatsächlich zu den häufigsten Wechseljahresbeschwerden.

Oh my god, unsere Haare!! Symbol unserer Weiblichkeit.

Was ist, wenn sie weiterhin so zahlreich ausfallen? Was, wenn sie bald alle ausgefallen sind?

Hey, ganz cool bleiben! Ein gewisses Ausmaß an Haarausfall ist eine ganz normale Erscheinung des Älterwerdens und absolut kein Grund zur Sorge. An einem normalen Tag fallen uns etwa 60 bis 100 Haare aus.

Wieso kommt es in den Wechseljahren eigentlich zum Haarausfall?

Das weibliche Geschlechtshormon Östrogen regt das Haarwachstum an. Dadurch dass die Östrogenkonzentration in den Wechseljahren sinkt, sind nun im Verhältnis zu den weiblichen Hormonen zu viele männliche Hormone wie z. Bsp. Testosteron im Blut, was sich gegenteilig auf unser Haarwachstum auswirkt. In der Folge kommt es zu vermehrtem Haarausfall.

Im Gegensatz zu Männern beginnt der Haarausfall bei Frauen übrigens nicht im Schläfen- und Scheitelbereich, sondern im Bereich des Mittelscheitels.

Aber auch wenn Ihr besorgt seid, solltet auf keinen Fall voreilig zu künstlichen Haarwuchsmitteln greifen, denn in den meisten Fällen ist die Ursache für den Haarausfall gar nicht krankheitsbedingt.

Um nachvollziehen zu können, warum es überhaupt zum Haarausfall kommt, sehen wir uns doch mal den normalen Wachstumszyklus eines Haares an, denn jedes unserer Haare durchläuft einen Lebenszyklus mit 3 Phasen:


Wachstumsphase (Anagenphase)

Die Mehrheit unserer Haare befindet sich in der Wachstumsphase, die bis zu 6 Jahre dauert. In dieser aktiven Phase werden die Haare im Follikel in der Kopfhaut gebildet und werden allmählich länger und dicker.

Übergangsphase (Katagenphase)

Nur ein ganz kleiner Teil unserer Haare befindet sich in dieser Übergangsphase. Das Haarwachstum ist nun ganz eingestellt, und es findet keine Zellteilung mehr statt. Folglich wird die Haarwurzel auch nicht mehr mit Nährstoffen versorgt und verhornt schließlich.

Ausfallphase (Telogenphase)

Etwa 10-15 % unserer Haare befinden sich in dieser drei bis vier Monate dauernden Ruhephase, in der sämtliche Stoffwechselaktivitäten des Haarfollikels eingestellt sind. Das Haar verkümmert langsam, und das neue, nachwachsende Haar schiebt sich nach oben.


Wenn alle drei Phasen beendet sind, macht das Haar Platz für einen neuen Entwicklungszyklus.

Je nach genetischer Veranlagung durchläuft jeder unserer Haarfollikel etwa 10 bis 30 Lebenszyklen, bevor er schließlich kein neues Haar mehr bilden kann. Daher unterscheidet sich unsere maximale Haarlänge auch von Mensch zu Mensch.

Sind nur die Wechseljahre für Haarausfall verantwortlich?

Nein, natürlich nicht. Man geht davon aus, dass z. Bsp. Rauchen den Haarverlust beschleunigt.

Darüber hinaus spielen Ernährung und Stress eine wichtige Rolle. Der Lebenszyklus unserer Haarfollikel kann durch anhaltenden Stress und Nervosität negativ beeinflusst werden. Das Gleiche gilt für falsche Ernährung, zu wenige Nährstoffe wie Vitamin A und D, Eisen oder Zink sorgen beispielsweise für sprödes, glanzloses und dünnes Haar. Über einen längeren Zeitraum kann dies sogar zu Haarausfall führen.

Eine weitere Ursache für Haarausfall bei Frauen kann z. Bsp. die Behandlung hormonabhängiger Tumore wie Brustkrebs mit so genannten Aromatasehemmern (Wirkstoffe, die das Enzym Aromatase blockieren und so die Bildung von Östrogen verhindern) sein.

Man liest oft auch von Alopezie – was ist das eigentlich?

Mit Alopezie bezeichnet man unterschiedliche Arten von Haarverlust, von lokalem Ausdünnen an bestimmten Stellen bis hin zur kompletten Kahlheit.

Oft spricht man von Alopezie als Kurzform für Alopezie Areata (den so genannten kreisrunden Haarausfall. Hierbei handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung, bei der das körpereigene Immunsystem die Haarfollikel angreift.

Ab wann muss ich mir Sorgen machen?

Wie für alle Symptome in den Wechseljahren gilt auch beim Haarausfall: Behalte ihn im Auge und bleib mit deiner Frauenärztin / deinem Frauenarzt im Gespräch, damit ihr gemeinsam entscheiden könnt, wann dein Haarausfall normal und tolerabel ist, und wann er eventuell ein Anzeichen für eine zugrundeliegende Krankheit sein könnte und somit behandlungsbedürftig ist.

 


Ist Haarausfall bei Männern eigentlich das Gleiche?

Ja und nein!

Die hormonellen Abläufe sind vergleichbar, und auch bei Männern ist Haarausfall eine ganz normale Erscheinung des Älterwerdens.

Bei Männern beginnt der Haarausfall jedoch meist an den Schläfen, und es bilden sich die so genannten Geheimratsecken. Als nächstes lichtet sich das Haar in der Scheitelgegend.

Weltweit sind etwa 80 % aller Männer von Haarausfall betroffen. Seit Jahrhunderten werden ständig neue Mittelchen erfunden, um den Haarausfall zu stoppen bzw. das Haarwachstum wieder anzuregen.


Was hilft gegen Haarausfall?

Das EINE Verfahren, um den Haarausfall stoppen, gibt es leider nicht.

Was wirklich gegen Haarausfall hilft, hängt vom Schweregrad des Haarverlusts ab, und ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Bei krankhaftem Haarausfall hilf oftmals nur eine gezielte medikamentöse Therapie.

In vielen anderen Fällen bietet uns die Natur auch eine Fülle von wertvollen Wirkstoffen, wie z. Bsp. Damiana, Camu-Camu und Aguaje (schaut mal in unser Wirkstoffkompendium). Und da Vitamin A, C und D sowie Eisen und Zink ebenfalls wichtig für gesundes Haar sind, ist häufig auch eine gezielte Vitaminzufuhr sinnvoll.

 


Zink und Selen

Zink ist eines der wichtigsten essenziellen Spurenelemente für den menschlichen Körper und ein wichtiger Cofaktor der körpereigenen Hormonsynthese. Es trägt entscheidend zur Funktion vieler Stoffwechselprozesse bei, hat eine Funktion bei der Zellteilung und trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen.

Selen ist ebenfalls ein essenzielles Spurenelement. Es wirkt hormonregulierend und ist bei allen bekannten Funktionsstörungen der Schilddrüse wirksam. Außerdem unterstützt Selen das Immunsystem, trägt zur Erhaltung normaler Haare und Nägel und einer normalen Schilddrüsenfunktion bei.


Was ist das beste Mittel gegen Haarausfall?

Das kann man pauschal nicht sagen, denn es kommt ganz darauf an, wie unser Körper in dieser Übergangsphase reagiert.

Für manche Frauen, die unter starken Wechseljahresbeschwerden leiden, kann eine Hormontherapie sinnvoll sein. Es gibt jedoch auch Alternativen zur klassischen Hormontherapie, und die Natur bietet uns eine Reihe von Pflanzen & Wirkstoffen, die traditionell gegen Wechseljahresbeschwerden eingesetzt werden und uns helfen können, diese besondere Zeit möglichst beschwerdefrei zu erleben.

Zurück zur Überschrift: Ob Rapunzel in den Wechseljahren auch unter Haarausfall litt?

Es ist recht unwahrscheinlich, dass Rapunzel in den Wechseljahren auch unter Haarausfall litt, da sie vermutlich gar nicht das Alter erreichte, um in die Wechseljahre zu kommen.

 


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Und wie ist das bei Euch?

Schreibt uns, ob Ihr an Haarausfall leidet und wenn ja, was Ihr dagegen tut.

Falls ihr mehr über die Wechseljahre wissen wollt, schaut doch mal in unseren Blogartikel „Das böse W-Wort: Let’s talk about the Wechseljahre“ und ladet euch unser eBook „Der ultimative Leitfaden fürs Klimakterium – 10 Tipps, um gut durch die Wechseljahre zu kommen“ herunter (ab 15. Mai erhältlich).

Als Frau durchleben wir alle früher oder später in unserem Leben in unterschiedlich starker Ausprägung diese natürliche Phase des Übergangs.

Da es uns alle betrifft, müsste es eigentlich das normalste der Welt sein, offen darüber zu reden. Ist es aber nicht! Und die Wechseljahre sind immer noch ein großes Tabuthema, das wir am allerliebsten gar nicht thematisieren und charmant umschiffen.

Doch warum ist das so?

Eigentlich müssten wir uns privilegiert fühlen, diese Zeit überhaupt zu erleben. Denn noch zu Beginn des 19. Jahrhundert lag die durchschnittliche Lebenserwartung bei nur 44 Jahren, so dass nur wenige Frauen so lange lebten, dass sie die Wechseljahre überhaupt durchlebten.

Eine mögliche Erklärung dafür, dass wir dieses Thema lieber totschweigen, als darüber zu reden, ist, dass wir durch die Veränderungen unseres Körpers quasi auf dem Höhepunkt unserer Schaffenskraft plötzlich und ohne jede Vorwarnung mit diversen Einschränkungen konfrontiert werden, die durchaus nervig sein können. Außerdem kommt mit den Wechseljahren zwangsweise zum ersten Mal ein unbequemes Thema auf den Tisch: das Alter! Und das ist ja echt kein Vergnügen. Zumindest auf den ersten Blick.

Denn sehen wir es positiv, dann bietet dieser neue Lebensabschnitt auch neue Chancen und Freiheiten für uns Frauen. Er ist ein guter Zeitpunkt, um eine erste Bilanz zu ziehen und ganz bewusst in eine gesunde zweite Lebenshälfte zu starten. In unserem aktuellen Blogartikel möchten diese Zeit des Wechsels entmystifizieren und unbegründete Ängste vor den Wechseljahren auflösen.

Los geht’s…

Wann beginnen die Wechseljahre?

Im Durschnitt beginnen die Wechseljahre mit ungefähr 51 Jahren. Es gibt aber auch Frauen, bei denen die Wechseljahre schon ab 40 Jahren oder erst mit fast 60 Jahren beginnen. In seltenen Fällen können die Wechseljahre auch schon um das 40. Lebensjahr herum beginnen. Man spricht dann von vorzeitigen Wechseljahren.

Kommen alle Frauen in die Wechseljahre?

Wenn man es genau nimmt, erleben wir Frauen sogar zweimal die Wechseljahre: In der Pubertät, wenn unser Körper geschlechtsreif wird und lernen muss, sich auf die Ausschüttung von Geschlechtshormonen einzustellen, und später in den klassischen Wechseljahren, wenn er diese Geschlechtsreife wieder verliert.

In beiden Lebensphasen hat nicht nur unser Körper, sondern auch unsere Seele ganz ordentlich zu schaffen, bis sie wieder im Gleichgewicht sind.

Ihr erinnert euch sicher noch lebhaft an die seelische Belastung in der Zeit, als ihr pubertierende Tochter und/oder Mutter einer pubertierenden Tochter wart!

Was ist der Unterschied zwischen Wechseljahren und Klimakterium?

Es gibt keinen Unterscheid, beides ist das Gleiche. Umgangssprachlich sprechen wir von den „Wechseljahren“, was die Medizin als „Klimakterium“ bezeichnet. Der Begriff Klimakterium kommt aus dem Altgriechischen und bedeutet „kritischer Punkt im menschlichen Leben“.

Ein paar Hintergrundinfos können nicht schaden:

Die wichtigsten weiblichen Sexualhormone sind Östradiol aus der Gruppe der Östrogene und Progesteron, das zur Gruppe der Gestagene gehört. Sie werden hauptsächlich in den Eierstöcken, aber auch in der Nebennierenrinde, im Fettgewebe und in anderen Geweben hergestellt.

Neben diesen beiden Hauptakteuren spielen eine Reihe weiterer Hormone eine Rolle: Prolaktin, das während der Schwangerschaft eine große Rolle spielt, FSH (das Follikelstimulierende Hormon), das die Reifung des Follikels in den Eierstöcken anregt und LH (Luteinisierendes Hormon), das während des Zyklus die Menge an ausgeschütteten Hormonen beeinflusst.

Unsere Eierstöcke und die Nebennierenrinde bilden außerdem auch männliche Hormone, die so genannten Androgene. Das bekannteste hiervon ist Testosteron.

Die gesamte Hormonproduktion und das Heranreifen der Eizellen in den Eierstöcken werden durch die „Kommandozentrale“ im Gehirn, den Hypothalamus und die Hypophyse (Hirnanhangsdrüse) gesteuert.

Im Gegensatz zum männlichen Körper, der im Laufe des Lebens immer ungefähr dieselbe Menge an Spermien produziert, wird uns unsere Menge an Eizellen quasi in die Wiege gelegt. Als Mädchen kommen wir mit rund einer halben bis eine Million entwicklungsfähigen Eizellen in den Eierstöcken auf die Welt, und während unseres gesamten Lebens wird unser Körper keine weiteren Eizellen produzieren.

Mit der Pubertät beginnt der monatliche Zyklus. Durchschnittlich einmal alle 28 Tage reifen in einem der beiden Eierstöcke Eizellen heran, die von einem Bläschen umgeben sind (dem so genannten Follikel). Eines dieser Follikel entwickelt sich im Reifungsprozess am stärksten weiter und hat in der Hälfte des Zyklus dann eine Größe von ungefähr 2,5 cm. Beim Eisprung reißt dieser Follikel dann auf und die darin enthaltene Eizelle gelangt vom Eierstock in den Eileiter und kann dort von Spermien befruchtet werden.

Mit jedem Zyklus nimmt die Anzahl unserer Eizellen also kontinuierlich ab, unabhängig davon, ob wir beispielsweise schwanger werden, gesund bleiben und wie gesund unsere Lebensführung ist.

Was genau ändert sich in den Wechseljahren?

Ab etwa Mitte vierzig verändert sich bei den meisten Frauen der Zyklus. Ein verkürzter Zyklus oder unregelmäßige Blutungsabstände sind meist die ersten Zeichen der beginnenden Wechseljahre. Östrogen- und Progesteronspiegel sinken nun beständig ab, bis sie sich dann schließlich auf ein Minimum einpendeln. Der Testosteronspiegel hingegen bleibt im Laufe der Wechseljahre fast gleich.

Diese hormonelle Umstellung am Ende unserer fruchtbaren Lebensphase läuft in folgenden Phasen ab:

In der Prämenopause („prä“ = „vor“) nimmt die Produktion der weiblichen Hormone Progesteron und Östrogen in den Eierstöcken langsam ab. Sie beginnt durchschnittlich im Alter von ungefähr 48 Jahren.

Darauf folgt die Menopause, der Zeitpunkt der letzten Menstruation („menos“ = „Monat“ und „pauesthai“ = „aufhören“). Da man erst 12 Monate nach der letzten Blutung davon ausgehen kann, dass dies die letzte Menstruationsblutung war, lässt sich die Menopause oft erst rückblickend festlegen.

Die Lebensphase davor und kurz danach bezeichnet man als Perimenopause („peri“ = „um … herum“). In dieser Phase nimmt die Funktion der Eierstöcke ab. Das hormonelle Gleichgewicht verändert sich, da es zu einer verstärkten Östrogenbildung kommt, während der Progesteronspiegel nur leicht ansteigt. Man spricht hier auch von einer so genannten Östrogendominanz.

Ungefähr ein Jahr nach der letzten Blutung beginnt dann die Postmenopause („post“ = „nach“).

Wie merke ich, dass ich in den Wechseljahren bin?

Zwischen Mitte 40 und Mitte 50 kündigen spürbare Symptome wie beispielsweise unregelmäßige Blutungen, plötzliche Hitzewallungen und Schweißausbrüche meist den Beginn der Wechseljahre an.

Wenn du vermutest, dass es so weit ist, wende dich an deinen Frauenarzt bzw. deine Frauenärztin. Er/Sie wird das weitere Vorgehen mit dir besprechen und dir eventuell dazu raten, ein Hormonprofil erstellen zu lassen. Denn nur ein Hormonprofil bietet absolute Gewissheit.

Haben alle Frauen Wechseljahresbeschwerden?

Nein, den meisten Frauen machen die Wechseljahre keine großen Probleme, sie erleben sie völlig ohne Beschwerden, sind sportlich aktiv und mental fit. Man kann sagen, dass etwa ein Drittel der Frauen die Hormonumstellung kaum merkt, ein Drittel der Frauen unter mäßigen und ein weiteres Drittel unter starken Beschwerden leidet.


Immer diese stundenlangen Hitzewallungen!

Hier trügt dich dein Gefühl. Hitzewallungen sind zwar supernervig, da sie meist völlig aus dem Nichts tagsüber oder auch nachts wie angeflogen kommen, aber ein kleiner Trost ist, dass sie in meistens innerhalb von maximal 15 Minuten abklingen.


Wie lange dauern die Wechseljahre?

Wir Frauen empfinden die Länge der Wechseljahre individuell sehr unterschiedlich. Durchschnittlich dauert es etwa 10 Jahre, bis auch die letzte Phase der Hormonumstellung abgeschlossen ist.

Welche Beschwerden können in den Wechseljahren auftreten?

Wechseljahresbeschwerden können sich auf sehr unterschiedliche Weise zeigen, denn jede Frau durchlebt ihr eigenes, ganz persönliches Klimakterium. Die meisten von ihnen lassen sich auf das Absinken des Östrogen- und Gestagenspiegels und den Anstieg von FSH (Follikel stimulierendes Hormon) zurückführen.

Die gängigsten Wechseljahresbeschwerden sind:

  • Unregelmäßige Blutungen: Sie sind meist die ersten Anzeichen für die beginnenden Wechseljahre. Durch die nachlassende Östrogenproduktion können die Blutungen in den Wechseljahren unberechenbar sein.
  • Hitzewallungen & Nachtschweiß: Die meisten Frauen in den Wechseljahren berichten von Hitzewallungen & Nachtschweiß, einige auch schon in einer sehr frühen Phase der Wechseljahre. Diese aufsteigende Hitze breitet sich innerhalb kürzester Zeit über Gesicht, Hals und Oberkörper aus. Sie begleitet uns einige Jahre, lässt aber bei den meisten Frauen allmählich nach, bis sie dann irgendwann ganz verschwinden.
  • Schlafstörungen: Mehr als die Hälfte der Frauen leidet in den Wechseljahren unter Schlafproblemen. Durch die nachlassende Östrogenaktivität wird die Tiefschlafphase auf etwa vier Stunden verkürzt und manchmal brauchen wir gefühlt eine Ewigkeit, um einzuschlafen, wachen nachts schweißgebadet und mit Herzrasen auf und/oder können danach nur schlecht wieder einschlafen.
  • Stimmungsschwankungen, depressive Verstimmungen & Antriebslosigkeit: Das Hormonsystem ist eng mit dem Nervensystem verbunden. Östrogene haben nicht nur eine stimmungsaufhellende Wirkung, sondern aktivieren auch das zentrale Nervensystem. Daher kann sich die hormonelle Umstellung in den Wechseljahren auf unser seelisches Gleichgewicht auswirken und es kann zu Stimmungsschwankungen, Niedergeschlagenheit und Antriebslosigkeit kommen.
  • Konzentrationsschwierigkeiten & Gedächtnisstörungen: Mehr als die Hälfte aller Frauen berichtet während der Wechseljahre auch über Gedächtnisstörungen und Konzentrationsstörungen. Auch hierfür scheint die enge Verbindung zwischen Hormon- und Nervensystem verantwortlich zu sein.
  • Haarausfall: Östrogen regt das Haarwachstum an. Durch die sinkende Östrogenkonzentration sind nun im Verhältnis zu den weiblichen Hormonen zu viele männliche Hormone wie z. Bsp. Testosteron im Blut, was sich gegenteilig auf unser Haarwachstum auswirkt. In der Folge kommt es zu vermehrtem Haarausfall.
  • Muskel- und Gelenkschmerzen: Durch den Östrogenmangel werden Muskeln und Gelenke schlechter durchblutet und die Kollagenproduktion lässt nach. Dadurch wird der Gelenkknorpel dünner und die Gelenksflüssigkeit weniger, sodass bei Bewegung Schmerzen auftreten können.
  • Häufige Blasenentzündungen: Durch die nachlassende Östrogenproduktion kommt es zum Erschlaffen des Bindegewebes im Bereich der Harnröhre und Blase, und in der Folge können häufiger Harnwegsinfektionen auftreten.

Diese Liste lässt sich bei manchen Frauen beliebig verlängern… Neben Migräne, Kopfschmerzen, häufigen Blasenentzündungen, Herz- / Kreislaufbeschwerden kann zu Veränderungen von Gewicht und Figur, Veränderungen im Genitalbereich und Veränderungen in der Sexualität kommen.

Für alle Symptome gilt: Behalte sie im Auge und bleib mit deiner Frauenärztin / deinem Frauenarzt im Gespräch, damit ihr gemeinsam entscheiden könnt, wann deine Beschwerden normal und tolerabel sind, und wann sie behandlungsbedürftig sind und welche Mittel dann am besten geeignet sind.


Let’s talk about sex, baby!

Mit sinkendem Östrogenspiegel leiden viele Frauen auch unter Scheidentrockenheit. Die Genital-schleimhaut wird nicht mehr ausreichend befeuchtet und wird dünner und empfindlicher. Außerdem verändert sich auch das Scheidenmilieu, so dass Sex schmerzhaft werden kann und dadurch der Spaß am Sex nachlassen kann.

Obwohl die abnehmenden Östrogene unsere Lust auf Sex eigentlich nicht beeinträchtigen, berichten viele Frauen von einer weiteren lästigen Begleiterscheinung in den Wechseljahren, der nachlassenden Libido.

Aber auch hier gilt es, den Kopf nicht in den Sand zu stecken. Ihr wisst ja: Kommunikation ist alles, besonders wenn es um Sex geht!


Kann ich in den Wechseljahren schwanger werden?

Die Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden, lässt ab dem 40. Lebensjahr kontinuierlich nach, theoretisch bleiben wir aber so lange fruchtbar, bis unsere Menstruation vollständig ausbleibt.

Kommen Männer eigentlich auch in die Wechseljahre?

Lange sprach man abfällig von der „Midlife crisis“. Heute weiß man, dass es auch bei Männern ab einem gewissen Alter zu hormonellen Veränderungen kommt, die unterschiedliche Beschwerden, wie z. Bsp. eine verminderte Sexualfunktion, Haarausfall, depressive Verstimmungen, abnehmende Muskelmasse oder zunehmendes Bauchfett verursachen können. Man spricht hier vom „Klimakterium virile“ oder der „Andropause“.

Es gibt jedoch einen grundlegenden Unterschied zwischen den hormonellen Umstellungen beim Mann und bei der Frau. Während die weiblichen Geschlechtshormone nach Abschluss der Wechseljahre der Frau nicht mehr überwiegen, bleiben die männlichen Geschlechtshormone auch nach der hormonellen Umstellung beim Mann dominant.

Was ist das beste Mittel gegen Wechseljahresbeschwerden?

Das kann man pauschal nicht sagen, denn es kommt ganz darauf an, wie unser Körper in dieser Übergangsphase reagiert.

Für manche Frauen, die unter starken Wechseljahresbeschwerden leiden, kann eine Hormontherapie sinnvoll sein. Es gibt jedoch auch Alternativen zur klassischen Hormontherapie, und die Natur bietet uns eine Reihe von Pflanzen & Wirkstoffen, die traditionell gegen Wechseljahresbeschwerden eingesetzt werden und uns helfen können, diese besondere Zeit möglichst beschwerdefrei zu erleben.

Ein paar davon sehen wir uns mal genauer an:

Aguaje (lat. Mauritia flexuosa) ist die Frucht der Moriche-Palme, die im gesamten Amazonasbecken verbreitet ist. Die Frucht ist reich an natürlichen Phytoöstrogenen, Proteinen, Beta-Carotin (Provitamin A), Vitamine E und C. In Südamerika schätzt man sie vor allem wegen ihrer phytoöstrogenen Wirkung (Hormonausgleich, Cholesterinsenkend, Unterstützung der Hautzell-Regeneration etc.).

Camu-Camu (lat. Myrciaria dubia) kommt ursprünglich aus Peru, ist aber im gesamten westlichen Amazonasgebiet heimisch. Sie wird seit Jahrhunderten von einheimischen Heilern und der Bevölkerung als „Power-Frucht“ genutzt und hat einen sehr hohen Vitamin C-Gehalt. Vitamin C trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems und einem normalen Energiestoffwechsel bei und hilft, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen.

Damiana (lat. Turnera diffusa), abgeleitet vom heiligen Damian, dem Schutzpatron der Apotheker und Ärzte, und gehört zu den Safran-Malvengewächsen. In der indianischen Medizin gilt die Pflanze schon seit dem 17. Jahrhundert als Stärkungsmittel und Aphrodisiakum. Sie ist reich an Phytoöstrogenen, Bioflavonoiden und Terpenen, aber auch Tannin und Koffein, und trägt zur Entspannung, Stressminderung, Entzündungshemmung, Angstlösung und besseren Durchblutung der Sexualorgane bei.

Zink und Selen
Zink ist eines der wichtigsten essenziellen Spurenelemente für den menschlichen Körper und ein wichtiger Cofaktor der körpereigenen Hormonsynthese. Es trägt entscheidend zur Funktion vieler Stoffwechselprozesse bei, hat eine Funktion bei der Zellteilung und trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen.

Selen ist ebenfalls ein essenzielles Spurenelement. Es wirkt hormonregulierend und ist bei allen bekannten Funktionsstörungen der Schilddrüse wirksam. Außerdem unterstützt Selen das Immunsystem, trägt zur Erhaltung normaler Haare und Nägel und einer normalen Schilddrüsenfunktion bei.

Die Natur bietet uns also eine Fülle von wertvollen Wirkstoffen.


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Und wie ist das bei euch mit den Wechseljahren?

Spürt ihr, dass es bald losgeht, oder steckt ihr schon mittendrin?

Schreibt uns, welche Erfahrungen ihr in und mit den Wechseljahren macht.

Und falls ihr mehr wissen wollt, dann ladet euch gleich unser eBook „Der ultimative Leitfaden fürs Klimakterium – 10 Tipps, um gut durch die Wechseljahre zu kommen“ herunter (ab 1. Mai erhältlich, bestellt es euch gerne unter info@lifestyle-quality.de vor).